Entsendung der Mitarbeiter ins Ausland

29. 4. 2014

Eine Gesellschaft mit dem Sitz in der EU kann ihre Mitarbeiter in die Tschechische Republik nur zum Zweck der Erbringung von vorübergehenden und/bzw. gelegentlichen Dienstleistungen entsenden, die sie zugleich in ihrem Heimatland erbringt. Die entsandten Mitarbeiter haben sich an das tschechische Arbeitsrecht zu halten, das alle zusammenhängenden Angelegenheiten regelt, wie zum Beispiel Arbeitszeit, Mindestlohn, Arbeitssicherheit bzw. die Urlaubslänge. Die Mitarbeiter bleiben ungeachtet dessen Angestellte des Arbeitgebers in ihrem Heimatland.

Im Allgemeinen gilt, dass die entsendende Gesellschaft Gesetze des Gastgeberlands einzuhalten hat, falls es zum Vorteil ihrer Angestellten dient. Die entsandten ausländischen Angestellten müssen dieselben Arbeitsbedingungen haben (einschl. Mindestlohn und Urlaub) wie die einheimischen (d. h. tschechischen) Angestellten. Sollen sich die Angestellten im Gastgeberland länger aufhalten, sind die an ihre Umsiedlung gestellten Anforderungen zu erfüllen. Weitere Informationen bezüglich Vorschriften für die Umsiedlung in die Tschechische Republik.

Die ins Ausland entsandten Angestellten und ihr Arbeitgeber haben Sondervorschriften hinsichtlich der Entsendung von Angestellten ins Ausland einzuhalten, insbesondere Vorschriften, die die Anmeldepflicht im Gastgeberland betreffen und Vorschriften hinsichtlich der Steuern und Sozial- und Krankenversicherung. Weiter ist es wichtig, Vorschriften hinsichtlich der Arbeitsnormen in der Tschechischen Republik und Rückgriffe, die möglicherweise auferlegt werden können, zu kennen.