Investitionsklima

26. 3. 2014 | Quelle: BusinessInfo.cz

Die Tschechische Republik ist eine ausgereifte parlamentarische Demokratie und eins von den meist entwickelten neuen Mitgliedern der EU. Ihre Wirtschaftspolitik ist konsistent und vorhersehbar. Seit dem Jahr 1990 hat die Tschechische Republik eine Vielzahl direkter ausländischer Investitionen (PZI) angezogen, infolgedessen sie, gemessen an den PZI pro Einwohner, zu den erfolgreichsten Transformationsländern gehört. Das investitionsbezogene Rating der internationalen Rating-Agenturen und die frühzeitige Mitgliedschaft in der OECD bestätigen die festen wirtschaftlichen Fundamente des Landes.

Politische und wirtschaftliche Stabilität

Die Tschechische Republik ist eine ausgereifte parlamentarische Demokratie, es handelt sich um eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften sowie eins von den zehn Ländern, die am 1. Mai 2004 Mitglieder der Europäischen Union wurden. Die Wirtschaftspolitik des Landes ist konsistent und vorhersehbar. Die starke und unabhängige Zentralbank (Tschechische Nationalbank) sorgt seit 1991 für die außergewöhnliche Stabilität der tschechischen Währung. Die Tschechische Republik war das erste Land Mittel- und Osteuropas, das in die OECD aufgenommen wurde. Das Land ist Mitglied der NATO und ist voll in weitere internationale Organisationen integriert, wie die WTO, IWF und EBRD.
Die Gesetzgebung der EU wurde im Rahmen der Vorbereitung auf den Beitritt der EU verabschiedet. Das tschechische Handelsrecht, Buchhaltungsrecht und Insolvenzrecht erfüllt westliche Standards. Die tschechische Krone ist voll konvertierbar. Sämtliche internationale, sich aus Investitionen ergebende Überweisungen (z. B. Gewinne und Lizenzgebühren) können frei und ohne Zeitverzug durchgeführt werden.

Wettbewerbsfähigkeit der Tschechischen Republik

Nach dem vom Weltwirtschaftsforum veröffentlichten Bericht über die Wettbewerbsfähigkeit der Länder für die Jahre 2013-2014, belegt die Tschechische Republik in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit den 46. Platz von 148 Volkswirtschaften der Welt.

  • Zugang zum Internet in Schulen (24)
  • Innovationskapazität (26)
  • Qualität der lokalen Lieferanten (21)
  • Direkte Auslandsinvestitionen und Technologieverlagerung (37)
  • Qualität der Stromlieferungen (20)

Ausgebildete und qualifizierte Arbeitskraft

Die Tschechische Republik kombiniert das hervorragende Niveau der allgemeinen Ausbildung mit der starken Vertretung wissenschaftlicher und technischer Bereiche. Technische Ausbildung hat in der Tschechischen Republik eine langjährige Tradition. Das Vorhandensein von Absolventen mit technischer Ausbildung zu einem Bruchteil der Arbeitskraftkosten in Westeuropa gestaltet ein perfektes Umfeld sowohl für Produktionsgesellschaften, als auch für Gesellschaften, die auf die Forschung und Entwicklung orientiert sind. Annähernd ein Drittel der tschechischen Studenten studiert Ökonomie, Finanzen bzw. IT. Nach der jüngsten Umfrage des Eurobarometers sind 80 % der Tschechen in der Lage, sich mit einer Fremdsprache (vor allem Englisch oder Deutsch) zu verständigen.

Diskriminierungsverbot

Nach den tschechischen Gesetzen werden ausländische sowie inländische Subjekte in allen Bereichen ohne Unterschied behandelt, beginnend mit Eigentumsrechten bis hin zu Investitionsanreizen. Die Regierung überprüft keine ausländischen Investitionsprojekte, mit Ausnahme des Verteidigungssektors und des Bankwesens. Als Mitglied der OECD darf die Tschechische Republik keine ausländischen Investoren im Bereich der Privatisierungsveräußerungen diskriminieren, mit denselben vorstehend angeführten Ausnahmen.

Investitionsschutz

Die Tschechische Republik ist Mitglied der Agentur für vielseitige Investitionsgarantien (MIGA), einer internationalen Organisation für den Investitionsschutz, die der Gruppe Weltbank-IWF angehört. Das Land hat auch viele bilaterale internationale Abkommen zur Förderung und zum Schutz der ausländischen Investitionen unterzeichnet, zum Beispiel mit den USA, mit Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Österreich, Italien, Belgien, Luxemburg, Holland, Norwegen, Dänemark, China und mit der Schweiz.
In den Abkommen wird festgelegt, dass jede Partei Investitionsaktivitäten und damit zusammenhängende Tätigkeiten Bürgern der anderen Partei ermöglichen soll und diese nicht diskriminierend behandeln wird und ihnen kraft Gesetzes vollen Schutz und volle Sicherheit garantiert. Der volle Text des entsprechenden Abkommens ist nur in tschechischer Sprache und in der Amtssprache des anderen Landes vorhanden. Die tschechische Version steht in der Gesetzessammlung der Tschechischen Republik zur Verfügung. Die zweite Sprachversion kann von den Behörden des anderen Landes eingeholt werden, zum Beispiel von der diplomatischen Vertretung. Die Tschechische Republik hat ebenfalls Verträge zur Verhinderung der Doppelbesteuerung geschlossen.

Schutz der Eigentumsrechte

Die Tschechische Republik hat das Berner Abkommen, das Pariser Abkommen und das Universale Abkommen über Urheberrechte unterzeichnet. Die bestehenden Gesetze gewährleisten den Schutz sämtlicher Formen der Eigentumsrechte, einschl. Patente, Urheberrechte, Schutzmarken und Topografien der Halbleitererzeugnisse. Das Gesetz über Schutzmarken und das Uhrhebergesetz stimmt mit den europäischen Richtlinien überein. Das Eigentum einer ausländischen Person bzw. eines ausländischen Subjekts in der Tschechischen Republik könnte nur aus Gründen des öffentlichen Interesses, die nicht mit anderen Mitteln zufrieden gestellt werden können, enteignet werden, wobei dem ein Beschluss des Parlaments voranzugehen hat und der Marktwert in voller Höhe zu erstatten ist. Seit der Samtenen Revolution im Jahre 1989 wurde kein Eigentum eines ausländischen Investors enteignet.

Rückführung von Gewinnen

In Bezug auf die Aufteilung und Rückführung der Gewinne der tschechischen Tochtergesellschaften an die ausländischen Muttergesellschaften, sind keine Einschränkungen vorhanden, außer den Pflichten der Aktionsgesellschaften und Gesellschaften mit Beschränkter Haftung, den gesetzlichen Rücklagefonds zu bilden und die Quellensteuer zu vergüten. Die Tschechische Republik hat mit vielen Ländern Verträge zur Verhinderung der Doppelbesteuerung geschlossen, einschl. der EU-Länder, der Schweiz, den USA, Kanada, Japan und Australien. Die vollständige Liste der Länder steht beim Finanzministerium zur Verfügung. Verträge zur Verhinderung der Doppelbesteuerung schließen Dividendensteuern, Vermögensbeteiligungssteuern und Lizenzgebühren ein. Die aktuellen Quellensteuersätze sind im entsprechenden Vertrag festgelegt und bewegen sich zwischen 0 bis 15 Prozent. Die genaue Methode der Ausschließung der Doppelbesteuerung muss unter Hinweisung auf den konkreten, zwischen der Tschechischen Republik und dem jeweiligen anderen Land geschlossenen Vertrag festgelegt werden.

Investitionsrisiko

Das offene Investitionsklima war und ist das wichtigste Element der wirtschaftlichen Transformation der Tschechischen Republik. Das Rating des Landes seitens der internationalen Rating-Agenturen und die frühzeitige Mitgliedschaft in der OECD bestätigen die festen wirtschaftlichen Fundamente des Landes.

  Standard
and Poor
Moody Fitch-IBCA
Tschechische Republik AA- A1 A+

Quelle: Tschechische Nationalbank, Januar 2014

Akquisition von Immobilien

Ausländische juristische Personen aus der EU sowie aus anderen Staaten können in der Tschechischen Republik Immobilien ohne beliebige Einschränkungen und unter denselben Bedingungen, wie tschechische juristische Personen, erwerben. Die ursprünglichen gesetzlichen Anforderungen, auf deren Grundlage die Pflicht vorhanden war, den Sitz der Gesellschaft bzw. Zweigstelle in der Tschechischen Republik zu haben und hier eine Berechtigung zur Betreibung der wirtschaftlichen Tätigkeit zu haben, wurden aufgehoben.