Fakten

Das nachfolgende Dokument enthält ausführliche Informationen über die Tschechische Republik. Hier finden Sie Informationen über Investitionsbedingungen und gelegenheiten, Informationen über den Arbeitsmarkt, das Bildungssystem, das Steuersystem sowie über das Vorgehen bei einer Unternehmensgründung. Potentielle Investoren finden hier auch Informationen über die mögliche Verlagerung ihrer Geschäftstätigkeiten in die Tschechische Republik, Informationen über die Lage auf dem Immobilienmarkt, über die Verkehrsinfrastruktur sowie über das Zollsystem.

1. Investitionsgelegenheiten

Die Tschechische Republik hat seit 1990 ein großes Volumen an ausländischen Direktinvestitionen (FDI) angelockt, was sie - im Sinne der FDI pro Kopf - zu einem der erfolgreichsten Transformationsländer gemacht hat. Die Einführung der Investitionsanreize 1998 hat einen massiven Zufluss ausländischer Direktinvestitionen in Projekte "auf grüner Wiese" und in Grauzonenprojekte angeregt. Der Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union 2004 hat diesen Investitionszufluss noch weiter verstärkt.

2. Zufluss ausländischer Direktinvestitionen

Die Tschechische Republik ist eine der erfolgreichsten Übergangswirtschaften im Hinblick auf die Gewinnung von ausländischen Direktinvestoren. Die Einführung der Investitionsanreize 1998 hat einen massiven Zufluss ausländischer Direktinvestitionen in Projekte "auf grüner Wiese" und in Grauzonenprojekte angeregt. Seit 1993 konnten ausländische Direktinvestitionen in Höhe von 74 Mrd. EUR verzeichnet werden.

3. Investitionsklima

Die Tschechische Republik ist eine ausgereifte parlamentarische Demokratie, es handelt sich um eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften und sie ist eines der zehn Länder, die am 1. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union wurden. Die Wirtschaft des Landes ist konsistent und berechenbar. Die starke und unabhängige Zentralbank (Tschechische Nationalbank) sorgt seit 1991 für die außergewöhnliche Stabilität der tschechischen Währung. Die Tschechische Republik war das erste Land Mittel- und Osteuropas, das der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beitreten durfte. Das Land ist Mitglied der NATO und ebenfalls weiterer internationaler Organisationen, wie der Welthandelsorganisation, des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.

4. Investitionsanreize

Die Tschechische Republik bietet neuen sowie bestehenden Investoren Investitionsanreize und Förderung ihrer Geschäftstätigkeit mittels unterschiedlicher Programme. In diesem Dokument wird das System der nationalen Investitionsanreize beschrieben, das seitens der Regierung Investoren im Bereich der Produktionsanlagen angeboten wird. Bis Ende Dezember 2010 wurden 615 Firmen zu Empfängern dieser Anreize.

5. Weitere Maßnahmen zur Förderung der Geschäftstätigkeit

Für Investitionsprojekte, die aus irgendeinem Grund die Kriterien des im letzten Dokument beschriebenen nationalen Programms der Investitionsanreize nicht erfüllen, stehen andere Formen der Förderung zur Verfügung. Keines dieser Programme schließt jedoch Steuerermäßigungen ein.

6. Grundlegende Informationen über die Tschechische Republik

Die Tschechische Republik breitet sich auf einer Fläche von 78 864 km2 aus. 2012 erreichte die Einwohnerzahl 10,5 Millionen Menschen. Die Zahl der Beschäftigten zählte nach Informationen des Tschechischen statistischen Amtes4,78 Millionen Personen. Die Amtssprache ist Tschechisch, Hauptstadt der Tschechischen Republik ist Prag. Die offizielle Währung ist die tschechische Krone (Kč, CZK).

7. Arbeitskräfte


In den Angaben des Jahres 2012 hat sich ein erheblicher Einfluss der Wirtschaftsrezession auf den Arbeitsmarkt widergespiegelt. Die saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen haben sich erhöht, die Beschäftigungszahlen sind jedoch ebenfalls gestiegen. Der Preis der Beschäftigungssteigerung war dessen ungeachtet die Verringerung der Arbeitsstundenzahl, der Produktivität und eine weitere Reduzierung der Reallöhne.

Interessant sind ebenfalls weitere Aspekte der Arbeitslosigkeit. Trotz der Rezession sinkt auch weiterhin die Anzahl der neu registrierten arbeitslosen Personen, die bereits das Niveau des Jahres 2007 erreicht hat, in dem die Wirtschaft um 6 % wuchs. Im Gegensatz dazu wurde die Erhöhung der Arbeitslosigkeit durch den Rückgang der angestellten Bewerber verursacht, die beinahe ihr Minimum seit der Rezession im Jahr 2009 erreichte. Die unvermeidliche Auswirkung dieser Situation ist eine Verlängerung der durchschnittlichen Dauer der Arbeitslosigkeit bis zu den Rekordwerten aus Sicht der Geschichte des modernen Wirtschaftsmarktes in der Tschechischen Republik.

8. Lohnkosten

Im Vergleich zu anderen mittel- und osteuropäischen Ländern hat die Tschechische Republik ein höheres Lohnkostenniveau, sie hat jedoch gut ausgebildete, qualifizierte Arbeitskräfte, mit guten Fremdsprachenkenntnissen. Das Jahresgehalt ist in den vergangenen fünf Jahren um 6 - 7 % gestiegen, im Vergleich mit westeuropäischen Ländern ist es jedoch wesentlich niedriger. Eine günstige Auswirkung auf die Löhne hatte in der letzten Zeit die schwächere Krone im Verhältnis zum Euro/amerikanischen Dollar. Es ist zu erwarten, dass die Löhne auf diesem Niveau relativ stabil verbleiben.

Zurück zum Anfang

9. Arbeitsrechtliche Vorschriften

Arbeitsverträge müssen schriftlich geschlossen werden und müssen mindestens enthalten: Ausführungsort der Arbeit, Beginn des Arbeitsverhältnisses und Charakter der Arbeit. Die Arbeitnehmer müssen schriftlich innerhalb eines Monats nach Abschluss des Arbeitsvertrages über ihre Pflichten und Rechte informiert werden, wie zum Beispiel Urlaub, Lohn und Zahltag, Arbeitszeit, Arbeitsbeschreibung, Kündigungsfrist, Informationen über den Tarifvertrag usw., falls diese Informationen im Vertrag nicht aufgeführt worden sind.

10. Schulwesen

Die Tschechische Republik zeichnet sich durch ein Spitzenniveau der Allgemeinbildung und insbesondere durch ein hohes Potential in wissenschaftlichen und technischen Bereichen aus. Über Generationen hat das tschechische Bildungssystem technische Spitzenfähigkeiten bei der Lösung von Problemen in Umgebungen erzeugt, in denen Standardlösungen nicht angemessen sind.

11. Technische Bildung

Über viele Jahre erzeugte die ehemalige Tschechoslowakei den höchsten Anteil an Absolventen der wissenschaftlichen und technischen Studienbereiche weltweit. Diese Tradition führte auch die Tschechische Republik fort: 2008 gehörte der Anteil der Hochschulabsolventen in wissenschaftlichen bzw. zusammenhängenden Bereichen (Maschinenbau, Bauwesen, u. ä.) europaweit zu den höchsten. Die Regierung hat sich verpflichtet dieses Niveau mittels Aufrechterhaltung bzw. Erhöhung der Finanzierung dieser Bereiche aufrechtzuerhalten.

12. Kenntnisse und Fähigkeiten in der Tschechischen Republik

In der Tschechischen Republik sind motivierte Arbeitskräfte zu Hause, die an der Weiterbildung und dem nachhaltigen beruflichen und persönlichen Wachstum interessiert sind. Die Qualität dieser hochqualifizierten Arbeitskräfte beweisen Pläne der bestehenden Investoren für eine weitere Expansion. Die Tschechische Republik wird als idealer Standort für den Ausbau auf dem Dienstleistungsgebiet wahrgenommen. Es erhöht sich laufend die Zahl der auf die Dienstleistungserbringung im Bereich Förderung des Handels, Kundenumfragen und kundenorientierten Dienstleistungen orientierten Gesellschaften, einschl. Expertenzentren, Datenverarbeitungszentren, Call-Zentren sowie regionaler Zentralen, Vertriebszentren und Technologieparks.

13. Steuersystem

Dem Steuersystem in der Tschechischen Republik liegen tschechische Steuervorschriften zu Grunde und das Steuersystem kann durch ein konkretes Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung angepasst werden. Das derzeitige Steuersystem wurde im Jahre 1993 eingeführt. Die Gesetzgebung unterliegt häufigen Modifizierungen und Änderungen, als Auswirkung der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung.

14. Körperschaftssteuer und Abschreibungen

Die Körperschaftssteuer wird vom Einkommen der weltweiten Geschäftstätigkeit der tschechischen Steuerzahler und von dem auf dem Gebiet der Tschechischen Republik durch Steuerzahler aus anderen Staaten erreichten Einkommen abgeführt. Als tschechische Steuerzahler verstehen sich Organisationen, die ihren registrierten Sitz bzw. den Standort ihres exekutiven Managements auf dem Gebiet der Tschechischen Republik haben. Die Besteuerungsgrundlage wird vom buchmäßigen Gewinn/Verlust errechnet, der in dem relevanten, in Übereinstimmung mit den tschechischen buchhalterischen Vorschriften und Standards erstellten Finanzbeleg angeführt ist und weiter um nicht abzugsfähige Kosten und steuerfreie Einkommen und sonstige außerbuchmäßige Anpassungen bereinigt ist.

15. Zollsystem

Am ersten Tag der Mitgliedschaft der Tschechischen Republik in der Europäischen Union, also am 1. Mai 2004, wurden von den Behörden Routinekontrollen der über die Binnengrenzen, d. h. über Grenzen zwischen der Tschechischen Republik und anderen EU-Mitgliedstaaten transportierten Ware abgeschafft.

16. Verkehrsinfrastruktur

Die Tschechische Republik verfügt über eins von den meistentwickelten Verkehrsnetzen in Mittel- und Osteuropa. Dank ihrer geographischen Lage direkt im Herzen Europas ist die Tschechische Republik eine natürliche Kreuzung zahlreicher Verkehrsstrecken. Das umfangreiche Netz der Verkehrsstrecken dient nicht nur der Tschechischen Republik. Es verbindet auch die Nachbarstaaten und andere europäische Länder. Infolge der Dichte der Verkehrsnetze gehört die Tschechische Republik zu den meistentwickelten Ländern weltweit. Die Bedeutung der Tschechischen Republik als Verkehrskreuzung erhöhte sich erheblich, nachdem die Tschechische Republik zum Mitglied des einheitlichen europäischen Marktes wurde, der in Europa Gebiete von 28 Ländern bedeckt und insgesamt 502 Millionen Kunden einschließt.

Zurück zum Anfang

17. Telekommunikationen

Den 1. Mai 2005 ist ein neues Gesetz über die elektronische Kommunikation in Kraft getreten, in das der Regulationsrahmen der Europäischen Union implementiert wurde. Der Bereich der elektronischen Kommunikation der Tschechischen Republik wurde im vollen Umfang liberalisiert. Jede natürliche oder juristische Person, die die gesetzlich festgelegten Bedingungen erfüllt, kann in den Markt eintreten und Dienstleistungen im Bereich der elektronischen Kommunikation erbringen bzw. ein öffentliches Kommunikationsnetz betreiben.

18. Immobilienmarkt

Der tschechische Immobilienmarkt wird für ausländische Investoren immer attraktiver, denn die Verfügbarkeit von Raum für Produktionsstätten wurde mit einem umfangreichen Regierungsprogramm unterstützt, dessen Ziel Förderung des Aufbaus und der Entwicklung von Industriegebieten, Regeneration von Grauzonen, Entwicklung des spekulativen Aufbaus, Aufbau von Forschungs- und Entwicklungszentren und Entwicklung von Zentren für gemeinsam genutzte Dienstleistungen ist. Die wichtigsten internationalen und tschechischen Bauunternehmer suchen nach wie vor nach Möglichkeiten zur Entwicklung von Industrie-, Logistikparks und Einkaufszentren.

19. Aufbauprozess

Der Bau eines neuen Werks ist in der Tschechischen Republik mit dem Bau in anderen europäischen Ländern vergleichbar. Die Tschechische Republik bietet einen effizienten Planungsprozess sowie die Möglichkeit, mit dem Aufbau schnell voranzukommen. In den meisten Fällen dauert der Aufbau eines neuen Werks auf der grünen Wiese etwa ein (1) Jahr. Auf städtischen Industriegebieten, auf denen die Grundstücke und die Infrastruktur bereits erschlossen und vorbereitet sind und auf denen die seitens der Gesellschaft CzechInvest geschulten Behörden die Investoren unterstützen, kann diese Zeit noch kürzer sein.

20. Öffentliche Dienste

Am 1. Januar 2006 wurde der tschechische Markt mit elektrischer Energie im vollem Umfang liberalisiert. Den Haushalten wurde ermöglicht - als dem letzten Kundensegment - ihren Lieferanten zu wählen. Für den offenen tschechischen Markt mit elektrischer Energie ist es typisch, dass weiterhin keine Aktivitäten reguliert werden, bei denen eine Möglichkeit des wirtschaftlichen Wettbewerbs vorauszusetzen ist. Es werden lediglich Aktivitäten mit monopolistischem Charakter reguliert. Am selben Tag wurde die im Jahre 2003 aufgenommene Umstrukturierung der wichtigsten Akteure auf dem Markt mit elektrischer Energie abgeschlossen - Zusammenschließung der Versorgungsunternehmen, Outsourcing bestimmter Dienstleistungen und Aufteilung des mit diesen Dienstleistungen zusammenhängenden Eigentums auf selbstständige Gesellschaften.

21. Landkreise der Tschechischen Republik

Die Tschechische Republik ist in 14 Landkreise (Selbstverwaltungseinheiten) aufgeteilt, wobei diese Aufteilung am 1. Januar 2000 in Kraft getreten ist. Die grundlegende Gebietsverwaltungseinheit ist die Gemeinde. Die Gemeinden in der Tschechischen Republik sind in drei Kategorien aufgeteilt. Diese Kategorien unterscheiden sich durch den Umfang der auf sie von der Regierung delegierten Zuständigkeiten.

22. Gründung eines Unternehmens

Ausländische juristische Personen dürfen Geschäftstätigkeiten, einschl. der Anschaffung von Immobilien, unter denselben Bedingungen und im selben Umfang, wie tschechische Unternehmer durchführen. Sie können Gründer bzw. Mitgründer einer Gesellschaft werden bzw. können sie sich einer bestehenden tschechischen Gesellschaft anschließen. Ausländische Gesellschaften können auf dem tschechischen Markt entweder mittels einer in der Tschechischen Republik registrierten Zweigstelle bzw. Gründung einer tschechischen Gesellschaft agieren. Es gibt vier verschiedene Gesellschaftsrechtsformen. Zu den üblichsten gehören Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH.) und Aktiengesellschaften (AG).

23. Umsiedlung in die Tschechische Republik

Bedingungen, die für die Einreise der Bürger fremder Staaten in die Tschechische Republik und für ihren Aufenthalt im Land gelten, werden vom Gesetz 326/1999 Slg., über den Aufenthalt von Ausländern auf dem Gebiet der Tschechischen Republik, in aktueller Fassung, geregelt. Die Tschechische Republik ist ein Bestandteil des Schengen-Raums. Grenzkontrollen wurden im Jahre 2007 abgeschafft. Aufgrund der Anschließung dem Schengen-Raum akzeptierte die Tschechische Republik gemeinsame Regeln für die Bewegung von Personen im ganzen Schengen-Raum, einschl. Bedingungen für die Überschreitung der Außengrenzen.

24. Leben in der Tschechischen Republik

Obwohl sich das Leben in der Tschechischen Republik in den meisten Hinsichten dem Niveau in den westeuropäischen Staaten nähert, bleiben die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten in Westeuropa auf einem wesentlich niedrigerem Niveau. Nach Angaben der Bank Union Bank of Switzerland betragen die durchschnittlichen Preise der Ware und Dienstleistungen in Prag 57,5 % der Preise in New York. Die inländische Kaufkraft in Prag beträgt 43,2 % der heimischen Kaufkraft in New York.

25. Fachdienstleistungen

Informationen über den tschechischen Bankenmarkt, Versicherungsmarkt, Kapitalmarkt, Wirtschaftsprüfer- und Buchhaltungsfirmen, Rechts- und Beratungsfirmen, Risikokapital, Privatinvestoren, Leasingdienstleistungen bzw. Prüfungszentren.

Zurück zum Anfang