Immobilienmarkt

Der tschechische Immobilienmarkt wird für ausländische Investoren immer attraktiver, denn die Verfügbarkeit von Raum für Produktionsstätten wurde mit einem umfangreichen Regierungsprogramm unterstützt, dessen Ziel Förderung des Aufbaus und der Entwicklung von Industriegebieten, Regeneration von Grauzonen, Entwicklung des spekulativen Aufbaus, Aufbau von Forschungs- und Entwicklungszentren und Entwicklung von Zentren für gemeinsam genutzte Dienstleistungen ist. Wichtige internationale und tschechische Bauunternehmer suchen nach wie vor nach Möglichkeiten zur Entwicklung von Industrie-, Logistikparks und Einkaufszentren.

Der tschechische Immobilienmarkt wird für ausländische Investoren immer attraktiver, denn die Verfügbarkeit von Raum für Produktionsstätten wurde mit einem umfangreichen Regierungsprogramm unterstützt, dessen Ziel Förderung des Aufbaus und der Entwicklung von Industriegebieten, Regeneration von Grauzonen, Entwicklung des spekulativen Aufbaus, Aufbau von Forschungs- und Entwicklungszentren und Entwicklung von Zentren für gemeinsam genutzte Dienstleistungen ist. Wichtige internationale und tschechische Bauunternehmer suchen nach wie vor nach Möglichkeiten zur Entwicklung von Industrie-, Logistikparks und Einkaufszentren.

Markt der gewerblichen immobilien und lagerräume

Die meisten Bauunternehmer haben den spekulativen Aufbau eingestellt. Die Mehrheit der fertig gestellten Projekte wurde nach Maß für konkrete Mieter gebaut, die vor Baubeginn Mietvorverträge unterzeichnet haben. Gegen Ende 2012 waren 122 100 m2 Logistik- und Lagerräume im Aufbau.

Der Gesamtfonds der modernen Logistik- und Gewerberäume auf Bauunternehmerbasis stellte im zweiten Quartal des Jahres 2012 nahezu 4 Mio. m2. Das neue Lagerraumangebot im ersten Halbjahr 2012 erreichte 115 400 m2, was das Doppelte des Niveaus des ersten Halbjahres 2011 darstellt.

Die Leerstandsquote erhöhte sich im zweiten Quartal 2012 von 7,3 % im ersten Quartal des Jahres 2012 auf 7,7 %. Es blieben insgesamt 307 600 m2 moderner Lagerräume unbesetzt. Die höchste Leerstandsquote war im Landkreis Olomouc (18 %), auf der zweiten Stelle war der Landkreis Mittelböhmen (13 %) und auf der dritten Stelle war der Mährisch-Schlesische Landkreis (9 %). Die größte unbesetzte Fläche befand sich in der Region des Großraums Prag (133 000 m2), auf der zweiten Stelle war dabei Südmähren (61 400 m2).

Nach dem im Jahre 2009 verzeichneten Nachfragenrückgang erfolgte in den folgenden Jahren eine bestimmte Verbesserung. Die realisierte Bruttonachfrage erreichte im Jahre 2011 817 000 m2 und die realisierte Nettonachfrage, einschl. der Renegotiationen, erreichte im Jahre 2011 insgesamt 465 000 m2. Die realisierte Bruttonachfrage war in der ersten Jahreshälfte 2012 359 000 m2. Das stellt im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2011 einen Rückgang um 23 % dar. Die realisierte Nettonachfrage ohne Renegotiationen erreichte 235 000 m2, was ein Wert ist, der praktisch mit dem Wert des ersten Halbjahres 2011 identisch ist. DTZ sagt voraus, dass sich die realisierte Gesamtnachfrage im Jahre 2012 zwischen 700 000 – 800 000 m2 bewegen könnte. Die vorausgesagte Jahresnachfrage könnte also den langfristigen Mittelwert (680 000 m2) überschreiten.

Aktivitäten im Bereich des Wohnungsbaus waren in der ersten Hälfte des Jahres 2012 vor allem im Großraum Prag (44 %), Südmähren (19 %), Mittelböhmen (18 %) und Westböhmen (11 %) konzentriert. Neue Nachfragen stammen hautsächlich von Produktionswerken, vor allem im Bereich der Automobilindustrie. Was es die realisierte Nettonachfrage im ersten Halbjahr des Jahres 2012 betrifft, dominierten Produktionswerke (57 %) dank einigen großen Mietvorverträgen, auf der zweiten Stelle waren Endbenutzer (22 %) und 3PL Gesellschaften (21 %). Die durchschnittliche Transaktionsgröße im Bereich der Gewerbeimmobilien erreichte im ersten Halbjahr 2012 3 000 m2.

Miete für moderne Logistikräume blieb auf dem Preisniveau 3,6 - 4,3 € / m2 pro Monat und es ist zu erwarten, dass dieser Preis stabil bleibt. Bei kleineren Einheiten bzw. Vermietungen für einen kürzeren Zeitraum kann die Miete bis 4,5 €/m2 und Monat betragen. Im Allgemeinen bleibt die Nettomiete im Rahmen der Tschechischen Republik stabil. Die Bauunternehmer sowie Immobilieninhaber suchen jedoch Wege, wie den Mietern attraktivere Bedingungen anzubieten, vor allem mittels unentgeltlicher Mietperioden. Es hängt vom konkreten Mietvertrag, von der Mietdauer, in der Regel von drei bis neuen Monaten ab. Die tatsächliche Miete, einschl. des unentgeltlichen Zeitraums, bewegt sich dann im Bereich von 2,5 € bis 4,3 € / m2. 

Markt der büroräume

Nach dem Rekordjahr 2008, in dem neue Büroräume die Fläche 321 000 m2 erreicht haben, sind die Bauaktivitäten im Jahre 2009 erheblich zurückgegangen und befanden sich im Jahre auf einem Tiefstand. Während der letzten zwei Jahre musste der Prager Markt mit Büroräumen eine Stabilisierungsphase verkraften. Der jährliche Aufbau erreichte im Jahre 2011 rund 100 000 m2 und dieses Niveau wird auch in den Jahren 2012 und 2013 erwartet.

Das Gesamtangebot der Büroflächen erreichte im zweiten Quartal des Jahres 2012 2,9 Mio. m2, wobei hierin 70 % Immobilien der Klasse A und 30 % Immobilien der Klasse B inbegriffen sind. In der ersten Hälfte des Jahres 2012 stellte das neue Angebot insgesamt 76 200 m2 dar. Seitens DTZ wird im zweiten Halbjahr 2012 die Fertigstellung von ca. 23 500 m2 vorausgesagt, was dem Jahresangebot 99 700 m2 entspricht.

In der ersten Jahreshälfte 2012 stellte die realisierte Bruttonachfrage 154 900 m2, d. h. um 17 % weniger dar, als in der ersten Hälfte des Jahres 2011. Die realisierte Nettonachfrage erreichte 83 643 m2, was – im Vergleich mit dem ersten Halbjahr des Jahres 2011 - einen Rückgang um 33 % darstellt. In der ersten Hälfte des Jahres 2012 beteiligten sich an der aktiven Vermietung bzw. an den Renegotiationen die meisten Gesellschaften aus dem Finanz- und Bankbereich, gefolgt von den, Fachdienste erbringenden Gesellschaften, dicht gefolgt von Gesellschaften, die sich mit Informationstechnologien befassen und die in der Rangliste der realisierten Nachfrage im Jahre 2011 einen führenden Platz belegten. Aktivitäten im Vermietungsbereich waren vor allem in den Stadtteilen Praha 8 (Karlín), Praha 4 (vor allem Pankrác) und ebenfalls Michle ((BB Centrum) konzentriert; dicht gefolgt von Praha 5. DTZ erwartet, dass im Jahre 20012 die realisierte Gesamtnachfrage rund 250 000 bis 280 000 m2 erreicht, wobei im Jahre 2011 die realisierte Gesamtnachfrage 325 600 m2 erreicht wurde.

Die Leerstandsquote verringerte sich im zweiten Quartal des Jahres 2012 auf 11,5 % von 12 % im vierten Quartal des Jahres 2011. Es handelt sich um den seit dem dritten Quartal 2009 niedrigsten verzeichneten Wert. In Prag blieben 329 100 m2 Büroflächen der Klasse A und B unbesetzt. Die Leerstandsquote verringerte sich in den meisten Stadtteilen Prags.

Die, eine Änderung in der Besetzung der Räume darstellende Nettonachfrage (sog. „net absorption“) nach Büroflächen erreichte in der ersten Jahreshälfte 2012 64 000 m2, was um mehr als 30 % mehr, als im Jahre 2011 ist.

Die Miete für die besten Räume im Stadtzentrum ist im Jahre 2012 stabil geblieben und stellte 20 - 21 € / m2 und Monat dar. 

Grauzonen

Grauzonen befinden sich vor allem seit dem Jahre 2002 im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das hat zwei wichtige Gründe: die Möglichkeit, Förderungen aus den EU-Fonds in Anspruch zu nehmen und den öffentlichen Druck auf die Nutzung dieser Flächen für Neuinvestitionen. Derzeit ist eine laufend aktualisierte Online-Datenbank der verfügbaren Lokalitäten des Typs "Grauzone" vorhanden. Diese Datenbank steht an der Adresse http://www.czechbrownfields.cz/ und http://www.brownfieldy.cz zur Verfügung.

Die umfangreiche Erschließung der Grauzonen in allen Landkreisen der Tschechischen Republik wurde im Jahre 2007 abgeschlossen. In dieser Studie wurden 2 355 Grauzonen identifiziert, die die Gesamtfläche von mehr als 10 000 Hektar einnehmen. Die tatsächliche Zahl aller Grauzonen, einschl. der nicht zugeordneten, ist jedoch wahrscheinlich vielfach höher.

Die meisten Grauzonen befinden sich in Privatbesitz. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache bieten wir in unserer Datenbank rund 435 Grauzonen an, deren Inhaber damit einverstanden sind. Die Gesamtfläche aller in der Datenbank registrierten 435 Grauzonen beträgt 356 Hektar.

In jedem Quartal erscheint eine erhebliche Menge an Anfragen nach Kontakten mit Inhabern von spezifischen Grauzonen.

Die am häufigsten regenerierten Grauzonen sind frühere Militärgelände. Derartige Immobilien wurden von den örtlichen Behörden käuflich erworben mit dem Ziel, für sie eine neue Nutzung zu finden. Es erhöht sich jedoch laufend auch die Zahl sonstiger, erfolgreich regenerierter Grauzonen u. zw. nicht für gewerbliche Nutzung, sondern auch für andere Unternehmens- und Geschäftsaktivitäten.

Dieses Dokument wurde auf Grundlage des Informationsdokuments der Gesellschaft CzechInvest ausgearbeitet.

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