Regelung des Konkurses und Neubeginn

Der Text befasst sich mit Angelegenheiten in Verbindung mit finanziellen Problemen und liefert nützliche Informationen über Konkurs- und Insolvenzverfahren und ebenfalls über Methoden und Verfahren für die Regelung derartiger Situationen.

Rechtserfordernisse

Unternehmer können den Konkurs meiden, indem sie die finanziellen Probleme voraussehen - falls sie mit der finanziellen Situation ihrer Gesellschaft ausführlich vertraut sind.

Die Geschäftstätigkeit ist häufig mit Unternehmensrisiken behaftet u. zw. vor allem im Finanzbereich. Im Falle, dass das Unternehmen nicht prosperiert und der Unternehmer seine finanziellen Verbindlichkeiten nicht erfüllen will bzw. kann, kann er in Insolvenz geraten. Seit dem 1. Januar 2008 sind der Konkurs und das Insolvenzverfahren in der Tschechischen Republik mit dem Insolvenzgesetz geregelt (Gesetz Nr. 182/2006 Slg., über Konkurs und Methoden dessen Regelung), in dem festgelegt wird, in welchen Fällen der Schuldner zahlungsunfähig wird, wie sich der Schuldner mit seinen Gläubigern arrangiert und beschreibt einzelne Möglichkeiten dieser Auseinandersetzung.

Insolvenzregister

Das Insolvenzregister ist eine öffentlich zugängliche Liste, die gesetzlich festgelegte Informationen über Subjekte im Insolvenzverfahren und über den Stand und Verlauf des Insolvenzverfahrens enthält. Das Insolvenzregister wird ebenfalls für die Zustellung eines erheblichen Teils der mit dem Verfahren verbundenen gerichtlichen Unterlagen genutzt. Es liegt daher an den Gläubigern des sich im Insolvenzverfahren befindenden Subjekts, dass sie durch regelmäßige Kontrolle des Insolvenzregisters ihre Rechte überwachen und Verfahren verfolgen, die sie betreffen können. Insolvenzregister sind elektronisch zugänglich.

Konkurs

Es gilt im Allgemeinen, dass der Schuldner zahlungsunfähig ist, falls er mehrere Gläubiger mit Forderungen nach dem Fälligkeitsdatum hat und er nicht in der Lage ist, diese Schulden zu begleichen. Das Gesetz legt fest, unter welchen Umständen der Schuldner als unfähig, seine Schulden zurückzuzahlen, betrachtet wird. Handelt es sich um einen Unternehmer, ist er im Falle zahlungsunfähig, dass er überschuldet ist - das heißt, dass er mehr Gläubiger hat und die Summe seiner Verbindlichkeiten den Wert seines Vermögens überschreitet. Das Gesetz regelt ebenfalls den so genannten drohenden Konkurs.

Methoden der Konkursregelung

Es sind mehrere Methoden der Konkursregelung vorhanden. Dazu gehört die traditionelle Methode des Konkursverfahrens, die eine allmähliche Veräußerung der Konkursmasse darstellt, wobei der Erlös unter die Gläubiger aufgeteilt wird. Diese Methode bedeutet für den Schuldner in der Regel eine Liquidation des Unternehmens. Weitere Möglichkeiten der Konkursregelung sind neue Formen, wie Sanierung (Reorganisation) und Schuldenerlass.

Konkurs

Der Konkurs ist die gängigste Methode der Insolvenzregelung des Schuldners. Im Rahmen des Konkursverfahrens wird das Vermögen des Schuldners veräußerst und der Erlös wird unter die Gläubiger entsprechend den gesetzlich festgelegten Bedingungen aufgeteilt, wobei Ansprüche bestimmter Gläubiger Vorrang haben. Ist der Schuldner eine natürliche Person, die kein Unternehmer ist bzw. überschreitet der Jahresumsatz des Schuldners nicht 2 Mio. Kronen und der Schuldner hat nicht mehr als 50 Gläubiger, kann das Gericht über den sog. geringfügigen Konkurs beschließen, was eine verkürzte und vereinfachte Konkursform ist.

Sanierung

Die Sanierung kann zur Regelung des Konkurses lediglich bei Wirtschaftsunternehmen benutzt werden. Die Sanierung wird für allmähliche Erfüllung der Ansprüche der Gläubiger angewendet, wobei die Gesellschaft des Schuldners auch weiterhin ihre Tätigkeit ausüben kann; zugleich werden Maßnahmen zur Verbesserung der finanziellen Lage der Gesellschaft eingeführt. Soll als Methode für die Regelung des Konkurses Sanierung gewählt werden, sind bestimmte gesetzlich festgelegte Kriterien zu erfüllen, einschl. Zustimmung der entsprechenden Gläubigermehrheit.

Schuldenerlass

Diese Methode zur Regelung der Zahlungsunfähigkeit ist lediglich auf Nicht-Unternehmer begrenzt und bedarf Zustimmung der Gläubigermehrheit, wie diese vom Gesetz definiert wird. Nach der Schließung der Vereinbarung mit den Gläubigern und der sofortigen Rückzahlung eines Teils der Ansprüche, zahlt der Schuldner den Rest seiner Schuld in festgelegten Raten zurück; nach dem Ablauf der fünfjährigen Frist wird der verbleibende Teil seiner Schulden gelöscht.

Unternehmer, die bereits eine Erfahrung mit dem Konkurs haben, sollten das Vertrauen in ihre Fähigkeiten hinsichtlich eines Neuanfangs nicht verlieren.

Quellen

Die folgenden staatlichen sowie nichtstaatlichen Institutionen und Web-Portale bieten weitere nützliche Informationen im Bereich des Insolvenzverfahrens und der Konkursregelung an.

Persönliche Unterstützung und Beratung

Enterprise Europe Network (Europäisches Unternehmensnetz) ist ein umfangreiches Netzwerk (mit 600 Gastgeberorganisationen und 4 000 festen Angestellten), das Unternehmern Informationen und Beratung mittels seiner örtlichen Partner bietet.

Gesetzestexte

Das Dokument wurde in Kooperation mit Your Europe – Business (EU-Portal für Gesellschaften) und dem Portal BusinessInfo.cz erstellt.

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